OP-Vorbereitung (s. o.)
stationärer Aufenthalt - OP-Phase (5 Tage, ggf. auch 3 Tage ausreichend)
1-2 Wochen zu Hause (wenn möglich!) - Ruhephase und 1. Heilungsphase
hierfür bekommen Sie von der Clinic in der sie operiert wurden eine spezielles Entlassungsrezept für Physiotherapie, diese beinhaltet
6x Lymphdrainage
6x Krankengymnastik
(diese Leistung erhalten Sie nicht wenn Sie direkt in die Rehaklinik gehen!)
Wichtig: Vereinbaren Sie diese Termin rechtzeitig vor OP!!!
ambulante Anschlussheilbehandlung (AHB = Reha, in einem ambulanten Rehazentrum bei Ihnen zu Hause)
oder
stationären Anschlussheilbehandlung (in einer Rehaklinik, meist im Umfeld von München, 3 Wochen (ggf. Verlängerung um 1 Woche)
nach der AHB ist es in der Regel nicht notwendig weiter Physiotherapie zu machen, es sei den bei Ihnen bestehen vermehrte Beschwerden oder Probleme. Bei einem normalen Verlauf (diese Information erhalten Sie in der Regel im Rahmen der AHB)
Fortführen der erlernten Eigenübungen
zunehmende Steigerung der Alltagsbelastungen
Wiedervorstellung beim Operateur 12 Wochen postoperativ bei normalen Verlauf
Ob gleich im Anschluss an eine Operation eher eine ambulante oder eine stationäre Anschlussheilbehandlung mehr Sinn macht, hängt in erster Linie von Ihrem häuslichen und sozialen Umfeld sowie von Ihrem Allgemeinzustand ab. Seit einigen Jahren gibt es einen immer größer werdenden Anteil an PatientInnen, die gerne eine ambulante Rehabilitation in einem Physiotherapiezentrum der stationären AHB vorziehen.
Qualitativ gibt es leider sehr große Unterschiede vor allem im stationären Bereich. Bei der ambulante Variante, wenn diese möglich ist, erhalten die Patienten oftmals mehr direkte, persönliche Therapien.
Allerdings bleibt der täglich Weg zu dem ambulanten Rehazentrum, wobei diese oftmals einen eigenen Abholservice anbieten. Auch können Sie durch Angehörige gebracht werden oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen.
Der optimale Verlauf und die besten Ergebnisse erzielt man heutzutage mit einer Kombination aus 1-2 Wochen Ruhephase in häuslicher Umgebung direkt nach dem stationären Krankenhausaufenthalt. Währenddessen können die bereits erlernten Übungen gut umgesetzt werden. Zusätzlich sind, auch durch das gesetzlich verankerte Entlassungsrezept aus dem Krankenhaus, in dieser Zeit eine moderate manuelle Therapie und Lymphdrainage ideal. Denken Sie in diesem Fall daran, sich rechtzeitig, schon einige Wochen vor der OP, entsprechende Termine geben zu lassen.
In dieser Phase der Heilung muss sich das Gewebe regenerieren und die physiologische (natürliche) Entzündungsreaktion klingt ab. Die Schwellung und das Hämatom bilden sich zurück und auch die postoperativen Schmerzen gehen gut zurück.
Die nun folgende ambulante oder stationären Rehabilitation kann unter optimalen Voraussetzungen begonnen werden. Die verschiedenen Übungen können viel sicherer und effektiver ausgeführt werden.
Traumeel wird vor allem in der Sportmedizin bei entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Insbesondere bei Verstauchungen, Blutergüssen, Schwellungen, Sehnenscheiden- und Schleimbeutelentzündungen sowie muskulären Beschwerden. Es hat neben der antientzündlichen Wirkung zudem einen immunregulierenden, antiödematösen (Reduzierung von Schwellungen) und antiexsudativen Effekt. Es handelt sich um ein homöopathisches Präparat mit 12 pflanzlichen und 2 mineralischen Bestandteilen.
Sofern möglich können Sie bereits am OP-Tag oder am 1. Tag nach der Operation mit der Einnahme beginnen und zwar wie folgt:
Wir unterstützen auch eine klassisch-homöopathische Medikation nach der Operation, haben aber keine spezielle homöopathische Expertise und können Ihnen hier nur allgemeine Empfehlungen geben, die sich bewährt haben.
Sollten Sie hierzu spezielle Fragen oder eine auf Sie abgestimmte postoperative homöopathische Medikation haben, bitten wir Sie sich an mich zu wenden.
Empfohlen wird z.B.
Lassen Sie die Globuli langsam unter der Zunge zergehen.
Unsere Vorschläge zu einer homöopathischen Therapie wären:
Hierbei handelt sich um einen sehr bewährten Wirkstoff gegen Entzündungen aus der Ananaspflanze. Leider besteht hier eine offizielle Kontraindikation bei gleichzeitiger Gabe von Enoxaparin (Thrombose-Bauchspritzen), die Sie nach der Operation benötigen. Somit kann die Anwendung, die vor einigen Jahren noch völlig unproblematisch war, aufgrund der o.g. Kontraindikation, jetzt von uns leider nicht mehr empfohlen werden.
Eine osteopathische Behandlung vor und nach einer Operation gehört sicherlich zu den besten Dingen wie man die natürliche Heilung und die Körperfunktionen unterstützen kann.
In der Regel ist eine Nachuntersuchung bei 80-90% der Patienten ausreichend und ggf. eine weitere Kontrolle ein Jahr nach der Operation.
Aus unseren Registerdaten wissen wir, dass gerade die ersten beiden Jahre nach der Operation wichtig sind und hier im Falle von persistierenden oder neuen Beschwerden eine Nachuntersuchung zu empfehlen ist.